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Ungelesen 24.09.15, 16:23   #27 (Permalink) Top
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melli0815 ist offline
melli0815
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Mit dem Tor Browser Bundle anonym surfen + Deepnet und Darknet Wegweiser und Infos

Wie üblich, fehlt grundsätzlich in so einem Thread wie hier der deutliche Hinweis, dass Tor ein Netzwerk zum Mitmachen ist.
Das erhöht potentiell die Anonymität bzw. verringert potentiell Angriffsmöglichkeiten, wenn z.B. die NSA (gerüchteweise) selber Tor-Nodes betreibt.
Das das Netzwerk schneller wird, je mehr Menschen ihre Bandbreite zur Verfügung stellen, versteht sich hoffentlich von selbst.


Zitat:
Zitat von Bloodline Beitrag anzeigen
Naja chamberlain, ein wenig übertrieben ist das ja schon, zu sagen das man alles andere als anonym ist.
Klar kann ein Kontenpunkt Daten die durch ihn geschleift werden sozusagen aufschnappen.
Das hört aber sobald ich einen VPN verwende oder SSL/TSL Beispielsweise verwende eigentlich schon auf. Ja SSL ist nicht 100 Prozent sicher und auch schon bewiesen worden dass es "knackbar" ist sag ich mal aber ob das jeder hinkriegt einfach so ist fraglich.

Selbst wenn ein Tor Knotenpunkt jetzt meinen Traffic mitließt so weiß er noch immer nicht meine IP außer er ist der Eingangsknotenpunkt, also der Punkt über den ich das Tor Netzwerk betrete.
Nein, er hat vollkommen recht damit.
Grundsätzlich unsicher sind Plugins wie z.B. Flash, die eine Kommunikation neben dem Tor-Netzwerk her aufbauen können.

Falsch liegst du mit der Verwendung eines VPN oder SSL/TSL.
1. Es geht hier um die Benutzung des Tor Netzwerks ohne zusätzlichen VPN.
2. Verschlüsselung per SSL/TSL hat nichts mit Anonymisierung zu tun. Wenn Inhalte verschlüsselt werden, sind trotzdem noch Absender und Empfänger erkennbar, was u.a. auch ein Schwachpunkt bei der Email-Verschlüsselung (Stichwort: Big Data) ist.
3. Die Inhalte sind bei Tor generell verschlüsselt. Mitlesen kann lediglich der Exit-Node.
Personenbezogene Daten sollte man also nicht ohne zusätzliche Verschlüsselung senden.

Inwiefern ein "Free VPN" schlechter sein soll, als ein Bezahl-VPN, erschließt sich mir nicht.
Zumindest in Bezug auf Anonymität haben kostenlose VPN den Vorteil, dass man keine persönlichen Daten hinterlässt, indem man den VPN-Anbieter bezahlt.

Einen Gedankenfehler sehe ich im Übrigen auch im "Tor-Konkurrent" Hornet.
http://www.focus.de/digital/computer...d_4929042.html
Ausschlaggebend für die Anonymität ist eben nicht die Verschlüsselung der Inhalte, sondern die Unkenntnis über Absender und/oder Empfänger.
Zitat:
Hornet verschlüsselt wie Tor in sogenannten Zwiebelschichten, verfährt aber anders mit dem Datenkopf jedes Pakets, der unter anderem Schlüssel und Routing-Informationen enthält. Dieser wird verschlüsselt direkt ans Ziel durchgestellt, anstatt auch zeitaufwendig über Zwischenstationen zu laufen.
Wenn, wie hier, Daten direkt vom Absender an den Empfänger und umgekehrt gesendet werden, kann man sich den Datenverkehr über die Zwischenstationen gleich sparen.

Bleibt übrigens noch die Identifizierung über Browser-Fingerprints und nicht zuletzt das immer beliebter werdende Auswerten der Canvas-Fingerprints eines Browser.
Damit gibt man zwar nicht zwangsläufig und direkt seine Identität preis, hinterlässt aber u.U. doch irgendwann und irgendwo einmal persönliche Daten, die zusammengefügt werden können.

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Danke
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