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Ungelesen 19.05.15, 21:34   #1 (Permalink)
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Dualboot von Betriebssystemen (Win7/8/XP/Linux)

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Dualboot von Windows und Ubuntu

Schritt für Schritt - Ubuntu



Wer Linux nutzen will, muss nicht auf Windows verzichten. Der Artikel zeigt, wie Sie Ubuntu und Windows nebeneinander auf einem Bios- oder Uefi-basierten Rechner installieren und abwechselnd booten.

Ubuntu ist ein System mit umfangreicher Software-Ausstattung, und die wichtigsten Programme werden gleich automatisch installiert. Was noch fehlt, erhält man nach wenigen Mausklicks über das Ubuntu Software Center. Viele Spiele und einige Spezialanwendungen wie etwa Software für die Steuererklärung, Desktop-Publishing oder Bildbearbeitung laufen aber nur unter Windows. Wer deswegen zumindest teilweise weiter auf Windows angewiesen ist, kann trotzdem Ubuntu nutzen. Beide Systeme lassen sich auch unter neuerer Uefi-Firmware nebeneinander installieren und je nach Bedarf starten.

1. Voraussetzungen und Vorbereitungen

Windows und Ubuntu benötigen jeweils mindestens eine eigene Partition auf der Festplatte. Wenn Windows bislang den gesamten Platz für sich beansprucht, müssen Sie die Windows-Partition verkleinern. Es sollten aber mindestens 20 GB frei und verfügbar sein, besser mehr. Das ist ungefähr der Speicherplatz, den ein Ubuntu für die sinnvolle Nutzung benötigt. Optimal ist es, für Ubuntu eine zweite Festplatte zu verwenden.

Dann können Sie beide Systeme komplett unabhängig voneinander einrichten und müssen an der Partitionierung nichts ändern. Eine externe USB-Platte oder ein ausreichend großer USB-Stick sind ebenfalls möglich. Es sollte aber mindestens ein USB-2.0-Gerät sein. Besser und schneller wäre USB 3.0, allerdings unterstützt nicht jede Hauptplatine das Booten über USB 3.0. Es gibt keine allgemeingültige Regel dafür, wo das Booten via USB 3.0 funktioniert und wo nicht. Da hilft nur Ausprobieren. Wie Sie bei der Installation vorgehen müssen, lesen Sie in Punkt 4.


Unter Windows Vista, 7 und 8 verkleinern Sie die Windows-Partition über die Datenträgerverwaltung: Geben Sie an, wie viele MB für die neue Partition abgezweigt werden sollen.

Partition verkleinern: Die Größe der Partition ändern Sie am besten unter Windows. Bei Vista, Windows 7 und 8 geht das über die Datenträgerverwaltung. XP-Nutzer können die Partition auch über das Ubuntu-Setup-Programm ändern (Punkt 3). Bevor Sie loslegen, sichern Sie alle wichtigen Daten, denn Änderungen an der Partitionsaufteilung sind immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Drücken Sie die Tastenkombination Win-R, tippen Sie neben „Öffnen“ diskmgmt.msc ein, und klicken Sie auf „OK“. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in der unteren Fensterhälfte auf den Partitionsbalken eines Datenträgers, und wählen Sie im Menü „Volume verkleinern“. Geben Sie hinter „Zu verkleinernder Speicherplatz in MB:“ die gewünschte Größe der neuen Partition an, und klicken Sie auf „Verkleinern“.

Besonderheiten bei Uefi-PCs: Auf neueren Geräten ist Windows fast immer im Uefi-Modus vorinstalliert. Ob das bei Ihnen der Fall, ist ermitteln Sie über die Datenträgerverwaltung, die Sie über die Tastenkombination Win-R und die Eingabe von diskmgmt.msc aufrufen. Bei einem Uefi-System gibt es eine Partition mit 100 MB, die mit „EFI System Partition“ bezeichnet ist. Sie sollten dann auch Linux im Uefi-Modus installieren. Fehlt diese Partition, richten Sie Linux im Bios-Modus ein (Punkt 2). Bei Rechnern mit vorinstalliertem Windows 8 ist in der Regel auch die Option Secure Boot aktiviert. Das soll verhindern, dass sich Schad-Software vor dem Start des Betriebssystems einnistet. Einige Linux-Varianten und Notfall- und Reparatursysteme bieten noch keine Unterstützung für Secure Boot. Diese Systeme lassen sich dann weder installieren noch starten. Sie können aber Secure Boot im Setup der Uefi-Firmware deaktivieren. Das geht bei jedem PC anders. Eine Anleitung sollte jedoch im Handbuch zur Hauptplatine zu finden sein.


Bei einem Uefi-System kann der Bootmanager der Firmware zwischen den installierten Systemen wählen und auch die Auswahl eines Uefi-Installationsmediums übernehmen.


2. Ubuntu-Setup-Programm starten

Ist das bisher genutzte Windows im Bios-Modus installiert, müssen Sie den PC nur die gewünschte Ubuntu-Variante wählen.
Uefi-Installation: Wenn Sie Ubuntu im Uefi-Modus installieren möchten, müssen Sie sich aus der gewünschten ISO-Datei selbst eine DVD brennen. Für Uefi-Bootsticks verwenden Sie unter Windows das Tool Rufus . Wählen Sie im Tool Ihren USB-Stick unter „Ziellaufwerk“ aus. Unter „Partitionsschema und Typ des Zielsystems“ stellen Sie „GPT-Partitionsschema für UEFI Computer“ ein. Als „Dateisystem“ muss „FAT32“ ausgewählt sein. Über die Schaltfläche hinter „ISO-Abbild“ wählen Sie die gewünschte ISO-Datei aus und klicken auf „Start“.

Starten Sie dann den PC neu. Rufen Sie das Bios/Uefi-Setup des PCs auf, oder verwenden Sie das Bootmenü. In der Auswahl der Bootgeräte klicken Sie auf den Eintrag, dem ein „UEFI“ vorangestellt ist. Es erscheint ein Menü, in dem Sie den ersten Eintrag mit Enter-Taste bestätigen. Nachdem das System gestartet ist, installieren Sie Ubuntu per Doppelklick auf den Desktop-Link „Install Ubuntu 13.10“. Wenn Sie Ubuntu auf der gleichen Festplatte wie Windows installieren möchten, lesen Sie Punkt 3. Für die Installation auf einer zweiten Festplatte fahren Sie mit Punkt 4 fort.


Ubuntu-Installation: Wenn das Ubuntu-Setup die Windows-Partition erkennt, bietet es die Parallelinstallation an und verkleinert die Windows-Partition.

3. Ubuntu neben Windows auf einer Festplatte

Wenn Sie Ubuntu im Bios-Modus installieren, erkennt das Setup-Programm die Windows-Installation und bietet unter „Installationsart“ die Option „Ubuntu daneben installieren“ an. Sollte keine freie Partition vorhanden sein, erhalten Sie den Vorschlag, die Windows-Partition zu verkleinern. Folgen Sie einfach den Vorschlägen des Installationsprogramms. Nach Abschluss der Installation und Neustart des PCs sehen Sie ein Bootmenü, das Sie zwischen Windows und Linux wählen lässt. Wie Sie das Menü anpassen, beschreibt Punkt 5.

Uefi-Installation: Beim Start über Uefi bietet Ihnen das Setup-Programm die Parallelinstallation nicht an. Wählen Sie daher im Fenster „Installationsart“ die Option „Etwas Anderes“, und klicken Sie auf „Weiter“. In der Spalte „Verwendung“ sehen Sie den Eintrag „Efi“. Die Bezeichnung davor, beispielsweise „/dev/sda1“, steht für die Uefi-Boot-Partition. Wählen Sie diese unter „Gerät für die Bootloader-Installation“ aus. Sollte keine freie Partition vorhanden sein, klicken Sie die Windows-Partition an und klicken auf „Change“. Geben Sie eine neue Größe an, klicken Sie auf „OK“ und „Weiter“. Richten Sie über die „+“-Schaltfläche im jetzt als unbelegt gekennzeichneten Bereich eine Swap-Partition ein. Hinter „Benutzen als:“ wählen Sie „Auslagerungsspeicher (Swap)“.


Manuelle Partitionierung bei einer Uefi-Installation: Unter „Gerät für die Bootloader-Installation“ wählen Sie die von Windows angelegte (U)EFI-Partition.

Dieser sollte etwa so groß sein wie der verbaute Hauptspeicher plus 30 Prozent. Dann erstellen Sie auf die gleiche Weise eine Root-Partition. Hier müssen Sie als Einbindungspunkt „/“ auswählen und hinter „Benutzen als:“ geben Sie „Ext4-Journaling-Dateisystem“ an. Die übrigen Optionen belassen Sie jeweils auf den Vorgaben, wenn Sie eine neue Partition anlegen. Klicken Sie auf „Jetzt installieren“, und folgen Sie den Anweisungen des Assistenten. Nach Abschluss der Installation starten Sie den PC neu. Über das Grub-Bootmenü können Sie zwischen Linux und Windows auswählen.

4. Ubuntu auf einer zweiten Festplatte installieren

Für die Installation auf einer zweiten internen oder externen Festplatte sollten Sie sich für den Uefi-Modus entscheiden, wenn auch Windows in diesem Modus installiert ist. Sie gehen dabei ähnlich vor, wie in Punkt 3 unter „UEFI-Installation“ beschrieben. Sollte noch keine Partition auf der zweiten Festplatte vorhanden sein, klicken Sie auf „Neue Partitionstabelle“. Im Fenster „Installationsart“ wählen Sie die Option „Etwas Anderes“ und legen dann die Linux-Partitionen wie in Punkt 3 beschrieben an. Geben Sie unter „Gerät für die Bootloader-Installation“ die bereits von Windows erstellte (U)EFI-Partition an.

Bios-Modus verwenden: Bei der Installation auf einem herkömmlichen PC ohne Uefi verfahren Sie ähnlich. Wenn Sie bei „Gerät für die Bootloader-Installation“ die Windows-Boot-Partition angeben, setzt sich der Linux-Bootmanager Grub vor den Windows-Bootmanager. Wählen Sie daher besser die Festplatte aus, auf der Sie Linux installiert haben, beispielsweise „/dev/sdb“. Auf der Windows-Startpartition wird dann nichts geändert.

Achtung: Kommt ein USB-Gerät zum Einsatz, ist das sogar zwingend erforderlich. Denn wenn das Gerät nicht angeschlossen ist, findet Grub auf der Windows-Festplatte die Linux-Partition nicht – und dann startet auch Windows nicht mehr. Stellen Sie die Bootreihenfolge im Bios so ein, dass der PC immer von der Linux-Festplatte bootet. Dann können Sie über den Grub-Bootmanager zwischen beiden Systemen wählen. Ist das USB-Gerät nicht angeschlossen, bootet das System automatisch von der nächsten verfügbaren Festplatte.

5. Grub konfigurieren oder reparieren

Ubuntu enthält kein Tool, über das sich Grub bequem konfigurieren lässt. Das Tool Boot-Repair füllt diese Lücke. Es kann defekte Grub-Installationen reparieren oder den Standard-Booteintrag ändern. Um das Tool zu installieren und zu starten, führen Sie die folgenden zwei Befehle in einem Terminalfenster aus:

sudo add-apt-repository ppa:yannubuntu/boot-repair &&
sudo apt-get update
sudo apt-get install -y boot-repair &&
(boot-repair &)


Sie können das Tool auf die gleiche Weise installieren, wenn Sie den PC vom Ubuntu-Installationsmedium booten.


Das Tool Boot-Reparatur für Bios- und Uefi-Installationen: Damit legen Sie die Startreihenfolge der Systeme fest und reparieren eine defekte Bootumgebung.

Um den Windows-Uefi-Bootloader in die Grub-Konfiguration zu integrieren, klicken Sie im Fenster „Boot-Reparatur“ auf „Erweiterte Optionen“ und gehen dann auf „GRUB-Verzeichnis“. Wählen Sie das Betriebssystem aus, das Sie standardmäßig starten möchten. Hinter „Separate /boot/efi-Partition“ sollte die Partition eingetragen sein, die Sie bei der Installation des Systems angegeben haben – wenn nicht, ändern Sie den Eintrag und klicken auf „Anwenden“. Bei einer Bios-Installation gehen Sie ähnlich vor. Auch hier legen Sie auf der Registerkarte „GRUB-Verzeichnis“ das Standardsystem fest. Wählen Sie die Option für den Grub-Speicherort. In der Regel liegt Grub auf der ersten Festplatte, also auf „sda“. Nach dem PC-Start sehen Sie dann zuerst das Grub-Menü und wählen darüber das System aus, das Sie starten möchten. Wenn Sie in Punkt 4 einen anderen Ort gewählt haben, aktivieren Sie die Option „ GRUB platzieren in :“. Dahinter geben Sie die Bezeichnung für die Linux-Root-Partition an, also etwa „sdb“. Klicken Sie zum Abschluss auf „Anwenden“.

6. Windows in einer virtuellen Maschine starten

Statt der Parallel-Installation auf einer physikalischen Festplatte können Sie das System Ihrer Wahl auch in einer virtuellen Maschine nutzen. Das bietet sich vor allem an, wenn Sie Windows selten oder nur für spezielle Anwendungen nutzen.
Der Nachteil: Windows läuft in einer virtuellen Maschine etwas langsamer als auf der richtigen Hardware, die volle Leistung der Grafikkarte lässt sich nicht abrufen und interne Geräte wie Bluetooth-Adapter oder TV-Karten funktionieren nicht. USB-Geräte lassen sich jedoch in der Regel nutzen.



Wenn Sie auf Ihre bisherige Windows-Installation verzichten können, installieren Sie Linux als einziges System und formatieren dabei die Festplatte neu. Danach installieren Sie Windows in einer virtuellen Maschine. Oder Sie wandeln die Windows-Installation etwa mit Vmware Vcenter Converter Standalone um und nutzen das virtualisierte System nach Neuformatierung und Linux-Installation weiter. Die Virtualisierungs-Software ist gratis. Sie können in Ubuntu entweder Virtualbox über das Software Center nachinstallieren, oder Sie verwenden den kostenlosen Vmware Player . Letzterer bietet mehr Grafikleistung und unterstützt USB 3.0. Die Installation erfolgt im Terminalfenster mit der Zeile:

sudo bash VMware-Player-6.0.1-1379776.x86_64.bundle

Danach führt Sie ein Assistent durch die Installation. Wenn Sie die Eingabe des Lizenzschlüssels überspringen, installiert sich das Programm in der kostenlosen Variante.

7. Mehrere Live-Systeme auf einem USB-Stick

Wer mehrere Linux-Varianten ohne Installation eine Zeitlang ausprobieren will, kann die Live-Systeme aus dem Netz besorgen. Für längeres Testen ist aber die Leistung eines optischen Mediums unbefriedigend. Erfahrene Nutzer können das technisch sehr interessante Menüsystem Easy2Boot auf der Basis von Grub for DOS (grub4dos) ausprobieren, das beliebig viele Linux-Live-Systeme oder andere ISO-Images auf einem USB-Medium verwaltet und bootet. Wir haben alle erforderlichen Dateien im Paket Easy2Boot_package.tar.gz zusammengefasst. Als Beispieldistribution dient hier Linux Mint , das Verfahren gilt aber analog für andere Distrubutionen. Entpacken Sie unter Linux das Archiv in Ihr Home-Verzeichnis in den Ordner „Downloads“.Den USB-Stick oder die USB-Festplatte bereiten Sie dann mit Gparted vor. Legen Sie eine FAT32-Partition an, und machen Sie dieses über „Partition -> Markierung bearbeiten“ bootfähig.

Öffnen Sie ein Terminalfenster (etwa mit der Tastenkombination Strg-Alt-T). Mit „sudo fdisk -l“ bekommen Sie heraus, unter welchem Gerätenamen Linux den USB-Stick anspricht, beispielsweise /dev/sdb. Wechseln Sie dann auf der Kommandozeile mit „cd“ in das Verzeichnis, in dem grub4dos aus dem Easy2Boot-Paket liegt, beispielsweise mit „cd ~/Downloads/Easy2Boot_package/grub4dos-0.4.5c“. Führen Sie dann den Befehl

sudo ./bootlace.com --time-out=0 /dev/sdX

aus. „X“ ersetzen Sie durch die zuvor ermittelte Bezeichnung für den USB-Stick. Kopieren Sie danach den Inhalt des Ordners ~/Downloads/Easy2Boot_package/Easy2Boot_v1.22 auf den USB-Stick. Das Live-System kann persönliche Dateien und neu installierte Programme auf dem USB-Stick speichern („persistent“). Wenn Sie das wünschen wechseln Sie mit „cd“ in das Verzeichnis, in den der USB-Stick eingehängt ist, beispielsweise nach /media/Multiboot. Führen Sie dann folgende drei Befehlszeilen aus:

dd if=/dev/zero of=casper-rw bs=1M count=1024
mkfs.ext2 casper-rw -L casper-rw
mv casper-rw mint16-rw


Damit erstellen Sie die Ext2-Datei mint16-rw mit einer Größe von etwa 1 GB, die unter Linux Mint später als Datenspeicher dient. Kopieren Sie die Datei linuxmint-16-cinnamon-dvd-64bit.iso aus dem Verzeichnis „Image-Dateien“ in das Verzeichnis _ISO/MAINMENU/MNU auf dem USB-Stick. Die Datei linuxmint-16-cinnamon-dvd-64bit_Persistent.mnu aus ~/Downloads/Easy2Boot_package kopieren Sie ebenfalls in dieses Verzeichnis. Wenn Sie andere oder weitere Linux-Distribution verwenden möchten, müssen Sie die MNU-Datei entsprechend anpassen beziehungsweise eine Kopie mit einem passenden Inhalt erstellen. Die ISO-Dateien weiterer Live-Systeme ohne persistenten Datenspeicher kopieren Sie auf den Stick in das Verzeichnis _ISO/LINUX.
Danach führen Sie im Terminal den Befehl

sudo perl ~/Downloads/Easy2Boot_package/defragfs
/media/Multiboot -f


aus. Damit defragmentieren Sie die Dateien auf dem Stick. Ohne diesen Schritt lassen sich die ISO-Dateien nicht starten und die Datei mint16-rw wird nicht richtig eingebunden. Sie können den USB-Stick jetzt aushängen und den PC davon booten. Es erscheint ein Bootmenü, über das Sie das gewünschte System wählen. „Linux Mint 16 Persistent“ sehen Sie gleich im Hauptmenü. Die Systeme aus den anderen ISO-Dateien finden Sie unter „Linux Menu“.

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Windows 7 neben 8 auf einem Uefi-PC nutzen


Wenn man sich nicht völlig mit Windows 8 anfreunden kann, empfiehlt sich eine duale Installation mit Windows 7.

Jeder neue Windows-8-PC benutzt vermutlich auch die UEFI-Firmware. Wer nebenher aber noch Windows 7 installieren will, wird schnell auf Probleme stoßen.

Aktuelle PCs sind neben dem herkömmlichen Bios auch mit einer Uefi-Firmware ausgestattet. Uefi ist zwingende Voraussetzung, wenn Sie Windows auf einer 3- oder 4-Terabyte-Festplatte installieren wollen. Bei PCs oder Notebooks mit vorinstalliertem Windows 8 richten die Hersteller das System immer im Uefi-Modus ein. Zudem ist Secure-Boot aktiviert, was Manipulationen durch Schad-Software vor dem Systemstart verhindern soll.

Bei der Installation eines weiteren Betriebssystems auf dem PC sind jedoch einige Besonderheiten zu beachten. Mehrere Betriebssysteme auf einem PC sind nützlich, wenn Sie beispielsweise ein Windows-Zweitsystem zum Experimentieren verwenden oder Linux ausprobieren möchten.

Ein weiteres Betriebssystem einzurichten ist jedoch nicht immer unproblematisch, weil jedes System einen eigenen Bootmanager mitbringt und bei der Installation den Bootcode vorheriger Systeme ersetzt. Ohne Schwierigkeiten funktioniert das nur, wenn Sie eine bestimmte Reihenfolge bei der Installation einhalten, beispielsweise zuerst Windows 7 und dann Windows 8. Installieren Sie dagegen zuletzt Windows 7, wird der Windows-8-Bootmanager beschädigt und das System startet nicht mehr. Bei einem PC mit Uefi-Firmware gelten die gleichen Regeln.

Ist Windows 8 bereits installiert, müssen Sie bei der Windows-7-Installation die Festplatte neu formatieren, danach Windows 8 installieren. Achtung: Die Installation im Uefi-Modus funktioniert nur mit 64-Bit- Systemen.

Die Neuinstallation von Windows 8 ist jedoch nur möglich, wenn Sie vom Hersteller des PCs eine vollwertige Windows-8-Setup- DVD erhalten haben oder dieser ein Tool zur Verfügung stellte, mit dem sich die DVD erstellen lässt. Sollte das nicht der Fall sein, müssen Sie eine zusätzliche Windows-8-DVD erwerben.

Wichtig: Möchten Sie Windows 7 installieren, erstellen Sie zuerst eine Sicherungskopie aller wichtigen Daten und Programme, damit Sie diese später unter Windows 8 wiederherstellen können.


Um ein Betriebssystem im Uefi-Modus zu installieren, müssen Sie im Firmware-Bootmenü einen Eintrag wählen, dem ein „UEFI“ vorangestellt ist.

Windows 7 im Uefi-Modus installieren: Bevor Sie Windows 7 installieren können, müssen Sie Secure Boot deaktivieren. Dazu rufen Sie das Bios-/Uefi- Setup des PCs auf. Drücken Sie kurz nach dem Start des PCs die Tasten Entf oder F1, F2, F10 oder Esc. Welche Taste dafür zuständig ist, sollte auch im Handbuch zu Ihrem PC stehen. Funktioniert das nicht, weil Windows 8 zu schnell bootet, rufen Sie mit der Tastenkombination Windows-C die Charms-Bar auf und klicken auf „Ein/Aus“. Halten Sie die Shift-Taste gedrückt, und klicken Sie auf „Neu starten“.

Der Bildschirm wird kurz schwarz; danach klicken Sie auf „Problembehandlung“, „Erweiterte Optionen“ und „Uefi-Firmwareeinstellungen“. Suchen Sie dann nach der Einstellung für Secure-Boot und deaktivieren Sie die Funktion. Meist ist sie unter „Security“ zu finden. Legen Sie die Windows-7-Installations- DVD ein oder verbinden Sie den Installations-Stick (Kasten Seite 112, „Bootfähigen Uefi-USBStick erstellen“) mit dem PC. Speichern Sie die Einstellungen, und starten Sie den PC neu.

Rufen Sie kurz nach dem PC-Start das Boot-Menü der Hauptplatinen- Firmware auf. Meist geht das über die Taste F8 oder F12. Wählen Sie hier den Menüeintrag, dem ein „UEFI“ vorangestellt ist. Nur dann wird Windows auf einer GPT-Partition im Uefi-Modus installiert. Führen Sie dann das Setup wie gewohnt durch. Klicken Sie im Bildschirm „Wählen Sie eine Installationsart aus“ auf „Benutzerdefiniert (erweitert).“ Im Bildschirm „Wo möchten Sie Windows installieren“ klicken Sie auf „Laufwerksoptionen (erweitert)“. Klicken Sie nacheinander jede der angezeigten Windows-8-Partitionen an und danach jeweils auf „Löschen“. Fahren Sie dann mit der Installation fort.

Partition verkleinern: Nachdem Sie Ihr Windows-7-System eingerichtet haben, verkleinern Sie die Partition, damit darauf auch Windows 8 Platz findet. Drücken Sie die Tastenkombination Win-R, geben Sie

diskmgmt.msc

ein, und klicken auf „OK“. In der Datenträgerverwaltung klicken Sie die Windows-Partition mit der rechten Maustaste an und wählen im Menü „Volume verkleinern“. Was Sie dann in das Feld „Zu verkleinernder Speicherplatz in MB“ eintragen, wird die Größe der neuen Partition. Klicken Sie auf „Verkleinern“, fahren Sie Windows herunter.
Windows 8 installieren: Bei der Installation von Windows 8 gehen Sie ähnlich vor wie bei Windows 7. Mit Rufus können Sie einen USB-Stick für die Installation erstellen (siehe Kasten rechts) oder Sie booten von der Windows-8-Installations-DVD. Auch hier rufen Sie das Firmware- Bootmenü auf und wählen den „UEFI“-Eintrag. Gehen Sie während des Setups auf „Benutzerdefiniert (erweitert)“, und geben Sie als Zielpartition den zuvor freigeräumten Bereich auf der Festplatte an. Haben Sie Windows 8 konfiguriert und das erste Mal selbst neu gestartet, sehen Sie einen Bootmanager, bei dem Sie zwischen Windows 8 und Windows 7 wählen können.

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Windows vom USB-Stick im Uefi-Modus installieren


Beim Booten vom USB-Stick heißt es aufpassen, damit Windows – falls gewünscht – tatsächlich im schnellen Uefi-Modus installiert wird.

Beim aktuellen Windows 8 ist die Sache einfach.

Wenn Sie beim Online-Kauf des Betriebssystems bereits die Option für die Installation vom USB-Stick gewählt haben, können Sie – die 64-Bit-Version und ein PC beziehungsweise Mainboard mit dem Bios-Nachfolger Uefi vorausgesetzt – direkt von dem Stick booten und Windows 8 über die Uefi-Option beim Booten installieren.

Dazu wählen Sie den meist mit „UEFI“ bezeichneten Eintrag in der Auswahl der Boot-Möglichkeiten, auch wenn dieser nicht explizit mit dem Zusatz „USB“ versehen ist. Falsch wäre in jedem Fall der Eintrag „Built-in EFI“. Wenn Sie dies dagegen bei Windows 7 über einen mit dem „ Windows 7 USB/DVD Download Tool “konfigurierten USB-Stick versuchen, funktioniert das nur im traditionellen Bios-Modus. Der Grund: Im Gegensatz zur Installations-DVD fehlt auf dem Stick der zum Uefi-Start erforderliche Boot-Loader.

So geht’s: Haben Sie Windows 7 in der 64-Bit-Version bereits auf einem anderen PC installiert, können Sie von diesem aus vom Verzeichnis „c:\Windows\Boot\EFI“ die Datei „bootmgfw.efi“ in das Verzeichnis „EFI\Boot“ auf den Stick kopieren und über die Taste F2 in „bootx64.efi“ umbenennen. Haben Sie nur eine Installations-DVD von Windows 7, entpacken Sie (etwa mit dem Tool 7zip , gratis) die Datei „bootmgfw.efi“ aus der Systemdatei „install.wim“ im Ordner „sources“ und kopieren diese wieder auf den Stick zum Booten. Diese legt man dann auf den USB-Stick in den Ordner \EFI\BOOT und benennt sie wieder in „bootx64.efi“ um. Anschließend steht der Installation von Windows 7 von einem USB-Stick im Uefi-Modus nichts mehr im Weg.

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